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In eigener Sache: Wegen meiner Überempfindlichkeit für manche Duftstoffe, bitte ich meine Patienten/-innen, zum Behandlungstermin auf jegliche Parfums zu verzichten. impressum

Was ist Osteopathie?
  • Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin. Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Dazu nutzt der Osteopath eigene Techniken, die er mit den Händen ausgeführt. Die Osteopathie nimmt jeden Patienten als Individuum wahr und behandelt den Patienten in seiner Gesamtheit. Die Osteopathie ist deshalb eine ganzheitliche Form der Medizin. Ein Osteopath nutzt zur Behandlung ausschließlich seine Hände. Als feinfühlige und jahrelang geschulte Instrumente, kann der Osteopath mit seinen Händen Bewegungseinschränkungen erkennen und osteopathisch behandeln.
Behandlungsphilosophie
  • Die Philosophie der Osteopathie unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Medizin.

  • Der Mensch ist ein Teil der Natur und damit den Gesetzen der Natur unterworfen. Gesundheit bedeutet, dass die verschiedenen Systeme des Menschen zum einen, der Mensch und seine Umgebung (Natur, Gesellschaft) zum anderen, in einem harmonischen dynamischen Gleichgewicht funktionieren und zusammenwirken.

  • Dieses Gleichgewicht kann gestört werden, wenn die Bewegung des Gewebes (Blut- und Lympfzufluss, Nervenversorgung, Gleiten der Muskulatur und Organe, Bewegung der Gelenke…) nicht mehr gegeben ist. Wird die Beweglichkeit wieder hergestellt, so ist der Organismus in der Lage, sich selbst zu heilen.

  • "Der menschliche Körper ist eine Maschine, die durch eine unsichtbare, Leben genannte Kraft angetrieben wird. Damit sie harmonisch läuft, müssen Blut, Nerven und Arterien frei von ihrem Anfang bis zu ihrem Endpunkt arbeiten können......, Nicht den Kranken zu heilen ist die Pflicht des Maschinisten, sondern einen Teil des ganzen Systems so wieder zu korrigieren, dass die Lebensflüsse fließen und die ausgetrockneten Felder bewässern können." (Zitat A. T. Still, Autobiografie)
Geschichte der Osteopathie
  • Das Konzept der Osteopathie wurde 1874 von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt.

  • Der Name Osteopathie setzt sich zusammen aus den altgr. Wörtern "osteon" (knochen) und "pathos" (leiden). "Osteon" steht hier jedoch stellvertretend für alle Arten von Geweben, die von Osteopathen behandelt werden: Gelenke, Bänder, Muskeln, Gefäßsysteme, Nerven, Organe etc.

  • Als Arzt der Schulmedizin fühlte er sich machtlos gegenüber den meisten Krankheiten der damaligen Zeit. Da er der Ansicht war, dass dem Körper weder etwas entnommen noch etwas hinzugefügt werden sollte entwickelte er eine Behandlungsmethode, die ausschließlich mit Hilfe der Hände diagnostiziert und therapiert. Diese Medizinform ging von einer ganzheitlichen Sicht des Menschen aus und beachtete die wechselseitigen Abhängigkeiten der verschiedenen Systeme im Körper.

  • Still lebte im amerikanischen "Grenzland", zwischen europäischen Siedlern auf der einen und Indianern auf der anderen Seite. Er machte sich die medizinischen Kenntnisse beider Kulturen zu nutze, die westliche Schulmedizin und die Heilmethoden der Indianer.
  • Außerdem lernte Still sehr viel von der Natur. Die Gesetzmäßigkeiten, die er hier fand übertrug er auch auf den Menschen. Still entdeckte bei seinen Kranken Strukturen, die nicht mitbewegten oder sich fester anfühlten als das übrige Gewebe. Er fand heraus, dass bei bestimmten Erkrankungen auch dazugehörige Gewebe im Körper "fester" waren, z. Bsp. fand er bei Magenerkrankungen Einschränkungen in der Beweglichkeit des Magengewebes, dem dazu gehörigen Wirbelsäulenabschnitt und auch der versorgenden Blutgefäße und Nerven. Brachte er diese Strukturen durch spezielle Behandlungstechniken wieder in Bewegung, so war der Organismus in der Lage, sich selbst zu heilen. (Selbstregulation und Selbstheilung)

  • 1892 gründete Still die American School of Osteopathy, in Kirksville, Missouri. Dort unterrichtete er bis kurz vor seinem Lebensende. Seine Schülerinnen und Schüler brachten das Konzept der Osteopathie nach England und in den 50er Jahren nach Frankreich. Heute arbeiten Osteopathen in den USA als "Doctor of Osteopathy" gleichberechtigt neben den Ärzten der Schulmedizin.

  • In Deutschland wurden Ende der achtziger Jahre die ersten Osteopathieschulen gegründet. Heute zählt die Osteopathie in den USA und in Teilen Europas v. a. in England, Frankreich und Belgien, zu den allgemein anerkannten medizinischen Fachrichtungen. Auch in Deutschland streben mehrere Gesellschaften und Verbände die offizielle Anerkennung der Osteopathie an. Sie etabliert sich zudem zunehmend aufgrund ihres Erfolges.
Anwendungsgebiete
  • Aus Rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen. www.osteopathie.de
Wie und Wo wirkt Osteopathie?
  • Unser Körper besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen und kommunizieren. Den Zusammenhang stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden. Für die Osteopathie sind die Faszien von großer Bedeutung. Der Osteopath folgt mit seinen Händen einer Faszie, so gelangt er von einer Körperstruktur zur nächsten. Faszien verbinden auch solche Strukturen, die funktionell nichts miteinander zu tun haben. Faszien können zudem Veränderungen übertragen, wie etwa Funktionsstörungen. Dies erklärt, warum Ursachen an einer Stelle oft zu Beschwerden in ganz anderen Körperregionen führen. Funktionsstörungen können deshalb immer den gesamten Organismus betreffen.
  • Darum behandelt die Osteopathie nie einzelne Beschwerden oder Krankheiten, sondern immer den Patienten in seiner Gesamtheit.
  • Ziel der Osteopathiebehandlung ist, die Funktionsstörungen und Blockaden, die eine Krankheit begünstigen und aufrechterhalten, zu lösen. Und so dem Körper zu helfen, Gesundheit wiederzuerlangen. Somit ist die Osteopathie bei den meisten Krankheiten sinnvoll. Da Krankheiten oft Ausdruck eines gestörten Zusammenspiels der verschiedenen Systeme im Körper und der Organe sind.
Behandlungsablauf
  • Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung, erfolgen Diagnose und Therapie ausschließlich mit den Händen. Der Osteopath kann bei der Untersuchung das menschliche Gewebe Schicht für Schicht ertasten. So spürt er Bewegungseinschränkungen und Spannungen auf, die er mit speziell für die Osteopathie entwickelten Techniken behandelt. Der Körper kann etwa zwei bis drei Wochen lang auf eine osteopathische Behandlung reagieren. Jede neue Therapiesitzung wird individuell auf die Symtome des Patienten abgestimmt.
  • Eine längerfristige Veränderung im Gewebe kann nur dann erreicht werden, wenn ihm Zeit zur eigenständigen Reaktion gegeben wird. Eine Behandlung dauert deshalb bei mir mindestens 45 bis 60 Minuten.
  • In der Regel plane ich zwischen zwei Terminen drei bis sechs Wochen Pause ein. Sehr akute Fälle behandele ich eventuell einmal die Woche. Auch bei chronischen Erkrankungen kann eine wöchentliche Behandlung nötig sein.
  • Die nötige Anzahl der Behandlungen hängt von der Reaktion des Patienten ab und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Es kommt aber vor, dass eine Behandlung ausreicht um beschwerdefrei zu sein.